Ohne Zweifel gehört die St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1444 e.V. Vorst wohl mit zu den ältesten Bruderschaften des Rheinlandes. Doch erst seit der Generalversammlung am 20. Januar 2007 stimmten die Mitglieder einem Antrag des Vorstandes zu, dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) beizutreten.
Das Schützenwesen hat nach neueren Erkenntnissen seinen Ursprung in Flandern. Im Rheinland entstanden Schützenbruderschafen bereits Ende des 12./Anfang des 13. Jahrhunderts. Sie dienten in unruhigen Zeiten dem Schutz von Land und Leuten.
St. Sebastianus war nach der Legende ein römischer Offizier. Wegen seines christlichen Glaubens starb er unter Kaiser Diocletian (284-305 n. Chr.) im Jahr 289 n. Chr. den Märtyretod; man durchbohrte ihn mit Pfeilen und zerschlug ihn im Sterben.
Die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, die Vorster Büger-Junggesellen-Schützenbruderschaft 1564 e.V. und die Kehner-Junggesellen-Schützenbruderschaft 1652 e.V. haben in den Jahrhunderten ihres Bestehens die Geschichte von Vorst durch zahlreiche, zum Teil sogar prunkvolle Schützenfeste, aber auch durch manche scharfe Gegensätze, die zwischen den Bruderschaften bestanden, mitgeprägt.
Wie uns die Satzung von 1785 und zahlreichen Rechnungen beweisen, fand sich die St. Sebastianus-Bruderschaft jährlich zweimal zum Vogelschießen zusammen. Wie auch noch heute kürte sie am Sonntag nach Ostern ihren neuen Schützenkönig.
